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Der »Zigeuner«baron
Oper in Berlin

Der »Zigeuner«baron
(3)

Johann Strauss [1885]

Fr. 03.06.22 19:30 Uhr

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Johann Strauss
Operette in drei Akten [1885]
Text von Ignaz Schnitzer
nach der Novelle Saffi von Mór Jókai
Dialogfassung von Tobias Kratzer

Der »Zigeuner«baron – Schon der Titel von Johann Strauss’ Operette bietet ausreichend Anlass für kontrovers geführte Debatten. Dabei reichen die Meinungen von einer strikten Tilgung des als diffamierend empfundenen Begriffs »Zigeuner« als einziger möglicher Umgang mit diesem bis hin zu emotionalen Verteidigungen à la »Mein Zigeunerschnitzel wollen sie mir auch noch nehmen!?«

Allerdings ist die Handlung der Operette wesentlich vielschichtiger, ihre Charaktere nicht so eindimensional, wie es uns traditionelle Inszenierungsmuster glauben machen wollen:

Ein mittelloser, junger Emigrant, der in seine Heimat zurückkehrt und den elterlichen Besitz nur mehr als Ruine vorfindet; ein großtuerischer, reicher Schweinezüchter, der sich eben dieses Besitzes bemächtigt hat; ein Adliger, der sich als konservativer Sittenwächter geriert und sich dabei auf »die gute alte Zeit« beruft, und eine von der Gemeinschaft ausgeschlossene Minderheit, die von der privilegierten Schicht kollektiv als »Zigeuner« bezeichnet wird – es ist eine explosive Mischung, die Ignaz Schnitzer in seinem Libretto zum »Zigeuner«baron vereint. Und das nicht aus Zufall: Als Reflexion des österreichisch-ungarischen Ausgleichs von 1867 geschrieben, thematisierte die Operette zu ihrer Entstehungszeit in unterhaltsam spielerischer Form das Selbstverständnis und den Selbstfindungsprozess des k. u. k. Vielvölkerstaates.

Ungewöhnlich lange komponierte Johann Strauss an seinem »Zigeuner«baron. Dass für die Uraufführung des Werkes zeitweise die Wiener Hofoper im Gespräch war, merkt man der Operette an, die sich im musikalischen Gestus und in den groß angelegten Finali immer wieder der Oper annähert. Neben der Fledermaus und Eine Nacht in Venedig zählt Der »Zigeuner«baron zu Strauss’ populärsten Operetten. Mit ihrer meisterhaften Vermischung von Wiener und ungarischen Klängen gehört die Partitur zum Besten aus der Feder des Walzerkönigs.

Dieses Meisterwerk wegen seines problematischen Titels einfach von den Spielplänen zu verbannen, hieße, sich einer Auseinandersetzung mit den darin verhandelten gesellschaftlichen Konflikten zu entziehen. Mit der ihm eigenen Akribie und seiner stets humorvollen Sicht auf das allzu Menschliche stellt sich Regisseur Tobias Kratzer dem durch das Stück aufgeworfenen Diskurs. Indem er den nostalgisch in der »guten alten Zeit« und ihrer Ordnung hängengebliebenen, durchaus nicht unsympathischen adligen Grafen Homonay zum Ausgangspunkt seiner Inszenierung macht, stellt er den Konflikt zwischen konservativen und liberalen Tendenzen in einer multikulturellen Gesellschaft zur Diskussion und führt gleichzeitig darüber hinaus. Denn letztlich erzählen Handlung und Musik der Operette ja weniger von Auseinandersetzungen über die richtigen Begrifflichkeiten, sondern viel allgemeiner von brennenden Themen wie Ausgrenzung und Integration, von Heimatlosigkeit und Entwurzelung und dem Auffinden einer neuen Heimat oder von der seit jeher auf fatale Weise funktionierenden einheitsstiftenden Wirkung, die der Feldzug gegen einen gemeinsamen Feind erzeugt.

Die derzeitig geltenden Regeln für das Spiel auf der Bühne nimmt Tobias Kratzer als Anlass für eine gemeinsam mit Dirigent Stefan Soltesz erarbeitete schlanke Fassung des Werkes, die auf oberflächliche Milieuschilderungen verzichtet und sich in knapp zwei pausenlosen Stunden ganz auf die Protagonist*innen und die zwischen ihnen verhandelten Konflikte konzentriert.

Mitwirkende:
Musikalische Leitung - Stefan Soltesz
Inszenierung - Tobias Kratzer
Bühnenbild und Kostüme - Rainer Sellmaier
Videodesign - Manuel Braun
Dramaturgie - Ulrich Lenz
Chöre - David Cavelius
Licht - Bernd Purkrabek

Besondere Hinweise:
Deutsch
1 h 40 min, keine Pause
30 min vor jeder Vorstellung findet eine Stückeinführung im Foyer statt (außer vor Premieren, Kinderopern, konzertanten Aufführungen, Silvester- und Sonderveranstaltungen)

Wichtiger Hinweis von der Komischen Oper:
Liebes Publikum, wir spielen wieder und freuen uns auf Ihren Besuch! Weil uns Ihre Gesundheit und die Gesundheit unserer Mitarbeiter*innen am Herzen liegen, möchten wir Sie auf unsere besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen hinweisen. Wir richten uns nach den aktuellen Empfehlungen des Berliner Senats und wollen unseren Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus leisten. Wir tun unser Bestes, flexibel auf die Gegebenheiten zu reagieren. Daher bitten wir Sie, sich unmittelbar vor Ihrem Opernbesuch auf unserer Website über mögliche kurzfristige Änderungen zu informieren.

Erfassung Ihrer Kontaktdaten und Ausweispflicht
Die Erfassung Ihrer Kontaktdaten ist ein wichtiges Mittel für die Eindämmung der Infektionen mit dem Corona-Virus und somit Voraussetzung für den Besuch einer Veranstaltung.
Das aktuelle Hygienerahmenkonzept des Berliner Senats bietet Ihnen hierzu zwei Möglichkeiten:

1. Check-In mit der Corona-Warn-App
Für jede Veranstaltung wird ein eigener QR-Code generiert, der vor Beginn der Veranstaltung direkt am Einlass über die Corona-Warn-App gescannt werden kann. Alle notwendigen Daten (wie beispielsweise Ort der Veranstaltung, Datum, Art der Veranstaltung und gegebenenfalls Beginn und Ende) werden lokal kodiert auf ihrem Smartphone gespeichert und nicht an den Veranstalter übermittelt.

2. Kontaktnachverfolgungsformular ausfüllen und ausgedruckt mitbringen
Bringen sie folgendes Formular (siehe Download-Link) zur Kontaktnachverfolgung zum Vorstellungsbesuch mit: https://www.komische-oper-berlin.de/planen/schutz-und-hygiene/ Sie erhalten das Formular auch an unserer Opern- und Abendkasse.

Bitte tragen Sie Ihren Namen, Geburtsdatum, Postadresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse ein. Ihre Daten werden vom Abenddienst entgegengenommen und für die Dauer von vier Wochen sicher verwahrt. Sie dienen ausschließlich der Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten und werden nach Aufforderung nur an das Gesundheitsamt und nicht an Dritte weitergegeben.

Sollten Sie ein Ticket verschenken oder für jemand anderen besorgen, muss auch diese Person einen Check-In über die Corona-Warn-App machen oder ein Kontaktformular ausfüllen, um die lückenlose Zuordnung aller Tickets zu gewährleisten.

Am Veranstaltungsabend sind Sie und Ihre Begleitung verpflichtet, Ihren Ausweis mitzuführen und dem Abenddienst vorzuweisen.

Tickets:
12,00€ bis 84,00€

Weitere Informationen, Termine und Tickets:

www.komische-oper-berlin.de





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