Jazz, Blues, Funk & Soul in Hürth

Matthieu Clement Sextett

Mi. 02.10.24 20:00

Im Jazzkeller Gleuel

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Es ist der schiere Wahnsinn, aber der Schlagzeuger Mathieu Clement ist erst 21 Jahre alt, zum Zeitpunkt der Aufnahme von „Coming Home“ war er sogar erst 20. Geboren wurde er in Luxemburg, wo er im zarten Alter von sieben Jahren erstmals die Schlagzeugstöcke in die Hand nahm.


„Mein Vater ist Kirchenorganist, betätigt sich aber auch als Jazzpianist“, erzählt Mathieu Clement. „Mein Großvater ist Fotograf und ebenfalls ein großer Jazzfan, der viele Jazzlegenden fotografiert hat. Ich war also von Anfang an von dieser Musik umgeben, habe aber zunächst Rockmusik gespielt.“ Mit dreizehn hat Mathieu sich dann den Jazzvirus in Form von Art Blakey einfangen, den er heute noch verehrt.


Geprägt aber hat ihn die Kölner Szene. „Als Jungstudent bin ich dann nach Köln gekommen, während ich noch mein Abitur gemacht habe“, erinnert er sich. „Ich wollte unbedingt spielen und da war Köln die beste Wahl. An der Hochschule studiere ich bei Jonas Burgwinkel, der ein super Lehrer ist.“ In der Kölner Szene konnte Clement dann ziemlich bald Fuß fassen - „man wird sehr schnell akzeptiert, aber auch gefordert“ -, heute spielt er unter anderem im JugendJazzOrchester NRW.


Mit seinem 20. Geburtstag entstand der Wunsch, eine eigene Band zu gründen - ein Sextett sollte es sein. Gleich zwei Tenorsaxofonisten, nämlich Victor Fox und Adrian Gallet, bilden zusammen mit dem Trompeter Jakob Bänsch die Frontline, am Klavier sitzt Leon Hattori und den Kontrabass spielt Jan Blikslager. „Mit Jan und Adrian hatteich sowieso schon viel gespielt, deshalb war es klar, dass sie dabei sein mussten. Mit Jakob Bänsch, Victor Fox und Leon Hattori wollte ich gerne spielen, deshalb habe ich sie gefragt“, lautet die schlichte Erklärung des Bandleaders für die Besetzung.


Im Auftakt-Song „Five Children“ liefern sich die Bläser einen ausdrucksstarken Trialog, der von Feuer und Expressivität lebt. Der zupackende Sound von Blikslagers Kontrabass leitet dann den Song „Like a Monk Tune“ ein, der mit einem starken Thema punktet, das sich an klassische Modern-Jazz-Traditionen anlehnt. Mit viel jugendlicher Energie wird dieses Korsett vor allem in den Soli aber auch immer wieder verlassen, vor allem Saxofonist Victor Fox erweist sich als unermüdlicher Freigeist. In gemächlichem Tempo entfaltet „The Sleepwalker“ eine mysteriöse Atmosphäre, die von den fahlen Bläsern, aber auch von Hattoris schrägem Klavier schlaglichtartig beleuchtet wird. Der Titeltrack ist eine rasante Tour de force durch Post-Bop-Gefilde, bei der Clement mit seinen Tempowechseln besonders glänzen kann. „Aphasia“ ist eine Ballade, die von Clement meisterlich mit den Besen gestaltet wird, auf der Hattori ein stimmungsvolles Solo spielt und die an der Trompete einen Gaststar präsentiert. Matthias Schriefl ist hier, wie auch bei „Mad Mat“ und „Last Tune in the Hochschule“, für Jakob Bänsch eingesprungen, der zum Zeitpunkt der Aufnahme mit einer Mandelentzündung zu kämpfen hatte. Das von einem kompromisslosen walking bass getragene „Mad Mat“ darf dann wohl als Selbstporträt des Bandleaders gelesen werden: Hier zeigt die Band ihre ganze Klasse und kombiniert packende Themen mit furiosen Soli, die vor einem transparenten Rhythmusgeflecht ablaufen. Nur ein kurzes Zwischenspiel ist „Kyana“, auf dem Mathieu Clement sich am Vibraphon präsentiert. Mit „Last Tunein the Hochschule“ endet das Album standesgemäß, vor den Ohren des Hörers bildet sichein lässiges Klangpanorama, das aus einem schleichenden Blues ein fröhliches Straight-Ahead-Thema entstehen lässt. Der Jazz ist bei dieser jungen Truppe, die bis auf den Gaststar Matthias Schriefl allesamt noch unter dreißig sind, jedenfalls in den besten Händen. Mit viel Enthusiasmus zelebriert das Sextett von Mathieu Clement seinen Tanz zwischen Tradition und Moderne und zeigt, dass das Etikett „Jazz thing Next Generation“ eine nie versiegende Quelle kennzeichnet.

Tickets

25.00 €

Veranstaltet durch

Jazz Club Hürth

Weitere Informationen

www.jazzclub-huerth.de

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twotickets bedankt sich für die Zusammenarbeit. Pressetext und -foto mit Genehmigung von Jazz Club Hürth. © liegen bei den Urhebern. Foto: Jazzclub Hürth

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