Arthur Fitger (1840-1909) galt zu Lebzeiten in Bremen als „Kunstpapst“. Seine opulenten historisierenden Gemälde mit mythologischen und allegorischen Motiven waren gefragt und schmückten zahllose öffentliche Gebäude und Kaufmannsvillen. Fitger bediente erfolgreich den Zeitgeschmack des konservativen Bremer Bürgertums. Zugleich wirkte er jahrzehntelang als Kunstkritiker in der „Weser-Zeitung“, und seine Meinung hatte Gewicht. Heute ist er vor allem bekannt als derjenige, der Paula Modersohn-Beckers erste Ausstellung in Bremen mit einer vernichtenden Kritik bedachte. Denn Fitger lehnte die Worpsweder Malerei generell ab. Die Ausstellung im Overbeck-Museum, die das weitgehend unbekannte malerische Werk Fitgers mit Arbeiten von Fritz Overbeck kontrastiert, macht deutlich, warum. Obwohl sie Zeitgenossen waren, zeigt sich an Arthur Fitger und Fritz Overbeck eine faszinierende „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“. Zugleich erinnert die Ausstellung mit Arthur Fitger an einen bedeutenden Bremer und präsentiert damit ein wichtiges Stück Bremer Zeitgeschichte.
Öffnungszeiten:
täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Austellung von 9. April bis 2. Juli 2017
Tickets:
5,00 € | erm. 4,00 €
Weitere Informationen & Tickets unter:
www.overbeck-museum.de