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1 Berlin-Harlem
Art House & Independent in Berlin

1 Berlin-Harlem

Homosexualität_en: Passage durch das Queer Cinema in Dtschl.

Di. 18.08.15 20:00 Uhr

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Welche Formen eines schwulen, lesbischen, bi- und transsexuellen Filmschaffens kennt die deutsche Filmgeschichte? Welche Filme waren Vorläufer und Wegbereiter, welche Werke Schlüsselfilme der queeren Bewegung? In welchen historischen Phasen zeigte sich die deutsche Filmgeschichte offen für queere Diskurse? Die Filmreihe Homosexualität_en, die die gleichnamige Ausstellung des Schwulen Museums* Berlin und des Deutschen Historischen Museums begleitet, unternimmt eine Passage durch die Geschichte des Queer Cinema in Deutschland.

Neben Filmen, die erst Jahrzehnte nach ihrer Erstaufführung öffentlich als schwule oder lesbische Werke diskutiert wurden, versammelt die Retrospektive vor allem die Arbeiten eines selbstbewussten queeren Filmschaffens, das vorherrschende ästhetische Formen in Frage gestellt und die Entwicklungen homosexueller Selbstermächtigung und Emanzipation befördert hat. Darüber hinaus hält die Reihe Beispiele für die Transformationen bereit, die queere Stoffe, Erzählungen und Formen bei der Adressierung eines breiten, jenseits der Szene beheimateten Publikums erfahren haben. Wir danken Birgit Bosold und Manuela Kay für ihre Hinweise und Tipps. Medienpartner sind die Magazine Siegessäule und L-MAG.

Heutige Vorführung:
1 Berlin-Harlem

BRD 1974, R: Lothar Lambert, B: Lothar Lambert, Wolfram Zobus, K: Reza Dabui, Skip Norman, D: Conrad Jennings, Claudia Berry, Ortrud Beginnen, Rainer Werner Fassbinder, Ingrid Caven, 97‘ · 35 mm

Berlin und Harlem, weiß und schwarz – das ist in diesem Spielfilm ein wechselseitiges Illusionsverhältnis. Schon über dem Vorspann werden ein paar Takte des Liedes Berliner Luft, dem liedgewordenen Tourismus-Versprechen eines freien Lebensgefühls, abgelöst von afroamerikanischen Soulsongs, die vom großen Wirken der Gefühle erzählen und die Lambert an Sexszenen anlegt, in denen sich Hautfarbenfetisch, Zwang und Erpressung abgefärbt haben.

Die Hauptfigur, ein afroamerikanischer Ex-GI in Berlin, verweigert sich einer einfachen Lesart. Als erratische Projektionsfläche für die Sehnsüchte und Vorurteile von Männern und Frauen bewegt sie sich durch die Stadt und den Film, ohne dass Lambert ihr einen eigenen Antrieb gäbe. In der vergleichsweise konventionellen dramaturgischen Struktur eines Stationendramas wird die sexuelle Neugier am schwarzen Mann im allgemeineren Rassismuskontext verankert. Die männlichen und weiblichen Annäherungsversuche unterscheiden sich nicht. In einer Szene tauchen Rainer Werner Fassbinder und Ingrid Caven auf, die ebenfalls Interesse an der Hauptfigur anmelden. Sie möchten sie gegebenenfalls in einem Film einsetzen. Caven macht dabei in einer für den ganzen Film charakteristischen Offenheit deutlich: „Wir suchen aber keinen Schauspieler, wir suchen einen Schwarzen.“ Auch in der Rezeption ließ sich die Fetischisierung schwarzer Männlichkeit nicht auflösen: Eine beiläufig gefilmte Erektion erzeugte immer wieder Widerstand, 1982 fand eine Lambert-Retrospektive in Toronto wegen dieser Szene ohne 1 Berlin-Harlem statt. (jk)

Tickets:
5,00 €

Weitere Informationen unter:
www.dhm.de




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