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Klassisches Theater in Dresden

Schuld und Sühne

Nach dem Roman von Fjodor M. Dostojewski

So. 23.02.20 19:00 Uhr

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Schuld und Sühne

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18.30 Uhr Stückeinführung

Radion Raskolnikow, ein verarmter Student und Held von Dostojewskis großem Roman, hat sich eine Theorie gebaut, nach der er die Menschen in ‚gewöhnliche‘ und ‚ungewöhnliche‘ einteilt. Letztere hätten das Recht, die ersteren als Material für Ihre Ideen und Vorhaben zu behandeln und zu benutzen und eben auch das Recht zu töten. Den Ideen der ‚großen‘ Menschen ist alles unterzuordnen, da nur sie in der Lage seien, etwas Neues zu schaffen. Raskolnikow testet seine Theorie im realen Leben, er ermordet eine Pfandleiherin und als ‚Kollateralschaden‘ auch noch ihre Schwester. SCHULD UND SÜHNE, in der neuen Übersetzung von Sewtlana Geier genauer als VERBRECHEN UND STRAFE übersetzt, ist einer der großen Ideenromane Dostojewskis: Die nihilistische Philosophie Raskolnikows verweist bereits wie ein überlanger Schatten auf die Verbrechen, die das zwanzigste Jahrhundert geprägt haben.
Wie bereits in ERNIEDRIGTE UND BELEIDIGTE, eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2019, verfolgt der Regisseur Sebastian Hartmann in seiner Inszenierung keine lineare Übertragung der Romanhandlung. Ausgehend von der Frage Dostojewskis, was Menschen zum Töten bringt, was dies mit ihnen macht, untersucht Hartmann den Text nach Motiven und Assoziationen. Die Schauspieler*innen, die Kamera, der Ton und das Licht sind gleichberechtigter Bestandteil in einem Theater-Spiel, in dem nur die Eckpunkte fixiert sind. An jedem Abend entsteht aus den fragmentarisierten Sprachbildern Dostojewskis ein neuer Kosmos und mit ihm die Frage, wie viel vom Syndrom Raskolnikow in uns und unserer Welt ist.
Dauer der Aufführung: ca. 1 Stunde und 50 Minuten.
Keine Pause.

Tickets:
ab 15,00 €

Weitere Informationen unter:
www.staatsschauspiel-dresden.de

 



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