Theater in Frankfurt am Main

Das HAU Projekt

Sa. 03.06.23 20:00

Eine satirische Performance

3 x 2 Freikarten

Arnold Hau (* Januar 1900 in Ratzeburg † unbekanntes Todes-
datum): Dichter, Denker, Zeichner, Philosoph, Naturforscher, Filmemacher, Städteplaner, Polemiker, Universalgelehrter. 


Niemand hat Vergleichbares zur Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts beigetragen; niemand wurde auf dilettantischere Weise von den Geistes- und Kulturwissenschaften übersehen als der Autor der berühmten Verse: „Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche.“


In den sechziger Jahren begannen drei Gründungsmitglieder der Neuen Frankfurter Schule1 und spätere Gründungsväter des Magazins Titanic – Robert Gernhardt, F. W. Bernstein und F. K. Waechter – sämtliche auffindbaren Werke des Genies zu sammeln, und veröffentlichten diese in dem biographischen Band Die Wahrheit über Arnold Hau, sowie in der Zeitschrift pardon unter der Kolumne Welt im Spiegel (WimS). Von 1969 bis 1981 bemühte sich die Gruppe Arnold Hau das kinematographische Erbe Arnold Haus zu bewahren. Obwohl zahlreiche Meisterwerke leider wohl ewig verschollen bleiben werden, konnten einige seltene Perlen der siebten Kunst gerettet werden, darunter das bildgewaltige Epos Milchkännchen und Fischstäbchen in der Antarktis, Die Hau-Schau sowie der dokumentarisch angehauchte Kurzfilm Der Bayerische Wald mit den Augen eines Arschfickers gesehen. Trugen diese Bemühungen zweifellos dazu bei, sein umfassendes Oeuvre einem größeren Publikum zugänglich zu machen, bleiben Person und Wirken Arnold Haus weiterhin fast gänzlich im Dunkeln. Um dieses peinliche Versäumnis der akademischen und literarischen Milieus ein für alle Mal nachzuholen, nehmen sich drei Schauspieler und ein Regisseur mit nicht abgeschlossenem Germanistikstudium eine ganze Woche Zeit, um im Kasemattentheater ein aufklärerisches und notwendiges Symposium vorzubereiten, damit der Name Arnold Hau endlich in einem Atemzug mit seinen Ebenbürtigen (Goethe, Schiller, Mozart, Einstein) genannt werden kann. Wesentliche Teile der Kulturgeschichte müssen neu geschrieben werden!


Mit seiner gelungenen Dramaturgie, die für die nötige Abwechslung sorgt und sich keine wirklich schwachen Momente erlaubt, seinem gut gelaunten Ensemble und natürlich den unschlagbaren Texten von Gernhardt und Kollegen liefert Jacques Schiltz’ Hau-Projekt eine rundum gelungene Vorstellung ab. Wer hier nicht lacht, ist wirklich auf ewig an die Ernsthaftigkeit verloren.“


Jeff Thoss, Tageblatt, 16. Mai 2022


mit Nickel Bösenberg, Dominik Raneburger und Pitt Simon


Textauswahl und Regie Jacques Schiltz


Kamera Anne Schiltz

Tickets

12.00 € - 15.00 €

Veranstaltet durch

Kulturhaus Frankfurt

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twotickets bedankt sich für die Zusammenarbeit. Pressetext und -foto mit Genehmigung von Kulturhaus Frankfurt. © liegen bei den Urhebern. Foto: Kulturhaus Frankfurt

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