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Friedhöfe am Mehringdamm

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Mehringdamm 22
10961 Berlin

Beschreibung

Die Friedhöfe am Mehringdamm gehören zu den bemerkenswertesten Berliner Begräbnisstätten, wenn auch der berühmteste der Dorotheenstädtische Friedhof an der Chausseestraße und einer der schönsten gewiss der Jüdische Friedhof in Weißensee ist.

Fünf Kirchhöfe bilden die Friedhöfe am Mehringdamm

Hier am Mehringdamm handelt es sich um den Kirchhof der im Krieg zerstörten Dreifaltigkeitskirche, an der der Theologe Schleiermacher predigte, und um den der Bethlehemskirche, der Kirche der in den 1730er Jahren nach Berlin geflüchteten Böhmen. Außerdem befinden sich hier die alten Kirchhöfe der Neuen Kirche (entspricht dem Deutschen Dom auf dem Gendarmenmarkt) und der Jerusalemskirche (deren Altbau vor dem heutigen Axel-Springer-Hochhaus bis zum Krieg stand) sowie der Herrnhuter Brüdergemeine. Diese fünf Kirchhöfe wurden im 18. Jahrhundert vor dem Halleschen Tor angelegt, da Bestattungen innerhalb der Stadtmauern nicht mehr erlaubt waren.

Gräber berühmter Persönlichkeiten auf den Friedhöfen am Mehringdamm

Die Gräber sind leider schlecht zu finden, dabei sind hier durchaus auch berühmte Menschen bestattet. Auf dem Friedhof III der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde liegt der Dichter und Kustos des Berliner Botanischen Gartens Adelbert von Chamisso, eigentlich Sohn eines vor der Französischen Revolution geflüchteten Adligen, bestattet (Abt. 3/1-38-3, zur Baruther Straße hin). Auch das Grab seines Zeitgenossen E.T.A. Hoffmann, der unweit von hier in der Lindenstraße am Kammergericht tätig war, jedoch als Schriftsteller berühmt wurde, ist hier zu finden (Abt. 1/1-32-6, in der Mitte der Nordhälfte des Friedhofes).

Auf dem Dreifaltigkeitskirchhof findet man neben dem Grab der Pianistin Fanny Hensel (Abt. VI-6-10) das ihres Bruders, des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy, der in der Leipziger Straße 3 wohnte (heutiges Grundstück des Bundesrates). Außerdem sind hier neben anderen Ernst Schering, Carl von Siemens, Adolf Glaßbrenner, Rahel Varnhagen von Ense, Heinrich von Stephan und Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff beerdigt.

Verlässt man die Friedhöfe wieder über den Hauptausgang am Mehringdamm und wendet sich nach rechts, überquert man die Blücherstraße, die zum Blücherplatz führt.

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Erfahrungsberichte
  • fischlein1
    Hilfreich? (4) Der Friedhof ist direkt am U-Mehringdamm. Als Armenfriedhof für die unterschiedlichen Konfessionen wurde das Grundstück im 18. Jahrhundert dafür freigegeben, was damals alles ländliches Gebiet um die Stadt war.
    Aber nicht nur die Armen wurden dort bestattet, sondern auch viele Bekannte wie die verschiedenen Mendelson Mitglieder der Familie und deren Freunde.
    Die Mendelson Stiftung hat auf diesen Friedhöfen einen Raum geschaffen um deren Familie und Familiengeschichte zu erläutern. Ein kostenloser Besuch lohnt ich für jeden Interessierten.
    Heute sind die Friedhöfe ein mix aus neuen und alten Gräbern.
    Wer einen ruhigen Ort in der Stadt sucht, der sollte mal einen Rundgang machen.
    Geschrieben von am Di. 18.06.19 um 22:39 Uhr
Keine zukünftigen Veranstaltungen im Programm.