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Art House & Independent in Berlin

Excalibur (OV)

Filmreihe: WAGNER-KINO

Sa. 04.05.13 21:00 Uhr

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Excalibur (OV)

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In zwei Opern, in Lohengrin und im Parsifal, hat Wagners Beschäftigung mit dem Gralsmythos ihren Niederschlag gefunden. Die ungebrochene Popularität des Gralsmythos hat sich im Kino fortgesetzt, wo sich so illustre Gestalten wie Indiana Jones oder die Mitglieder der englischen Komikertruppe Monty Python in die Liste der Gralssucher eingereiht haben. Auch in John Boormans Version der Artussage aus dem Jahr 1981 spielt der Gral eine wichtige Rolle. Die extrem stilisierten Bilder von Boormans Film entwickeln mit ihrer grellen Licht- und Farbdramaturgie ein opernhaftes Pathos, das die Vorbildschaft Wagners nicht verleugnet. Folgerichtig greift auch der von Trevor Jones betreute Soundtrack zu großen Teilen auf Wagners Musik zurück: auf die düster-martialischen Klänge des Trauermarschs als Hintergrund kriegerischen Gemetzels, auf das Vorspiel aus Tristan und Isolde im Kontext der Lancelot-Episode und auf das weihevolle Pathos der Parsifal-Ouvertüre, wenn von der Gralssuche erzählt wird. Die überraschende Brutalität, ja: Blutrünstigkeit von Boormans Film, die zum damaligen Zeitpunkt im westlichen Unterhaltungskino eher ungewöhnlich war, deutet allerdings eher auf japanische Vorbilder hin. Wenn am Ende des Films das Schwert Excalibur in den Wassern jenes Sees versenkt wird, aus denen es der Zauberer Merlin ursprünglich entgegengenommen hatte, so ist die Parallele zum Finale von Wagners Götterdämmerung unübersehbar. Hier wie dort kehrt das Symbol der Macht in das Urelement allen Werdens zurück – und diese Rückkehr markiert zugleich den Untergang der alten Ordnung. (stv)

Musikalische Einführung: Kevin McCutcheon, Korrepetitor und Dirigent an der Deutschen Oper Berlin

Regie:
John Boorman

Darsteller:
Nigel Terry, Nicholas Clay, Helen Mirren, Cherie Lunghi, Nicol Williamson, Paul Geoffrey

Tickets:
5,00 €

Weitere Informationen & Tickets unter:
www.dhm.de



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