Du nutzt eine alte Version von Internet Explorer, die von TwoTickets.de nicht mehr unterstützt wird. Einige Funktionen sind in dieser Version möglicherweise nicht wie gewünscht verfügbar.
Hier findest du aktuelle Versionen moderner und sicherer Browser.
OKOK
Runter vom Sofa.

Entdecke deine Stadt!

Oper in Berlin

Tosca (szenisch)

Giacomo Puccini (1858 – 1924)

Mi. 09.12.20 19:30 Uhr

Termin exportieren für: Outlook iCal Google
Tosca (szenisch)

3x2 Freikarten

Auslosung
Regelmäßig und garantiert Freikarten gibt es nur für Premium-Mitglieder.


Schon dabei?

Mitglied werden

Melodramma in drei Akten
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
nach dem Drama La Tosca von Victorien Sardou
Uraufführung am 14. Januar 1900 in Rom
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 13. April 1969

empfohlen ab 13 Jahren

Die literarische Vorlage zu Puccinis „Folteroper“ (Oskar Bie) lieferte Victorien Sardou (1831–1908) mit seinem erfolgreichen Theaterstück LA TOSCA, das 1887 in Paris mit Sarah Bernhardt in der Titelrolle uraufgeführt wurde. Nachdem Puccini 1889 das Stück auf einer Tournee in Mailand erlebt hatte, war er auf Anhieb begeistert von dem Stoff. Aber der TOSCA-Plan bleibt zunächst sechs Jahre liegen, bis Puccini, vermutlich angeregt durch eine weitere Aufführung des Sardou-Dramas in Florenz und durch Luigi Illicas Arbeit an einem TOSCA-Libretto für den Komponisten Alberto Franchetti (1860–1942), Interesse an dem Stoff findet. Nach einer „Verschwörung“ zwischen Puccini, Illica und Ricordi gelingt es dem Verleger, Franchetti zur Aufgabe seines TOSCA-Projektes zu bewegen und Puccini die Vertonungsrechte zu überlassen.

Wie in allen Opern Puccinis zeigt auch TOSCA, wie menschliche Aufmerksamkeit und kulinarisches Vergnügen einander bedingen können, wenn die künstlerischen Intentionen des Komponisten zum Maßstab der Interpretation werden. Der Aufschrei wie die Resignation sind die wesentlichen Bedingungen der humanen Aufmerksamkeit Puccinis: Das Mitleid, das er komponierte, begnügt sich nicht mit abstrakten Gesten, sondern zielt auf Unruhe, auf Veränderung. Aus den »kleinen Dingen«, die Puccini mit modernem Understatement als seinen Gegenstand bezeichnete, werden „große“, sofern wir das nur wollen. Der Zusammenhang zwischen Puccinis direkt und indirekt vom Geist Zolas, Hauptmanns und Gorkis beeinflusster Stoffwahl und seiner Kompositionsweise zeigt ihn gleichermaßen als Nachfolger Verdis wie als Vertreter des Verismo. Bekanntlich war er ein großer Wagner-Verehrer, aber alles andere als ein Epigone. Vielmehr schuf er eine sehr persönliche Verbindung aus einigen Errungenschaften beider. Alle gewonnenen Verfeinerungen der Harmonie und alle Differenzierungen der Instrumentation verarbeitend, erlöste er dennoch die Stimme aus der orchestralen Verflechtung und gab ihr zugleich ein weitaus gebrocheneres, klangsensibleres Accompagnato im Orchester als der radikale Lakoniker Verdi. Dafür steht auch die ästhetische Thematik der TOSCA. Der musikalische Gestus ist ebenso brutal wie zärtlich, intelligent wie sentimental, präzise wie träumerisch. Puccini möchte unbedingt Lebenswahrheit, Genauigkeit auch des musikalischen Details, soziale Aufmerksamkeit, den poetischen Klang des scheinbar Alltäglichen, das Heroische mit Kalkül, den Kontrast zwischen engagierter Leidenschaft und kühler Distanz.

Der Polizeichef Scarpia, die Sängerin Floria Tosca und der Maler Cavaradossi beanspruchen Freiheit in jeder persönlichen Variante: als dynamisch-subjektiven Machtanspruch (Scarpia), als auf Veränderung zielendes rebellisches Ethos (Cavaradossi), als private, schlichte und zugleich grenzenlose Liebe (Tosca).

In einer Zeit epochaler Umwälzungen gewinnen solche Haltungen exemplarische Sinnfälligkeit. Je nachdem, wie wir uns und Puccini in dieser Zeit begreifen, bleibt TOSCA eine Schauerromanze oder gerät zum Menetekel des Themas „Freiheit“. Jedenfalls bezahlt jeder der konträren Partner diese Dreiecksgeschichte mit dem Tod. Ihr Sterben nimmt keine Erlösungsgloriole für sich in Anspruch, sondern ist bitter, entsetzlich, definitiv.

Götz Friedrichs 1987 vorgenommene Neueinstudierung von Boleslaw Barlogs geradliniger und auf szenische Konkretheit bedachter Inszenierung aus dem Jahr 1969 nimmt die Intentionen Puccinis beim Wort – die gegenseitige Bedingtheit von menschlicher Aufmerksamkeit und kulinarischem Vergnügen wird von der Musik inspiriert zum Ausgangspunkt auch der szenischen Interpretation.

Dauer:
3 Stunden 15 Minuten / Zwei Pausen

Mitwirkende:
Musikalische Leitung, Sir Donald Runnicles
Inszenierung, Boleslaw Barlog
Bühne, Kostüme, Filippo Sanjust
Chöre, Thomas Richter
Kinderchor, Christian Lindhorst

Tosca, Sondra Radvanovsky
Mario Cavaradossi, Joseph Calleja
Scarpia, Carlos Álvarez
Angelotti, Samuel Dale Johnson
Der Mesner, N. N.
Spoletta, Andrew Dickinson
Sciarrone, Patrick Guetti
Ein Schließer, Tyler Zimmerman

Kinderchor der Deutschen Oper Berlin
Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin

Tickets:
ab 24,00 €

Weitere Informationen und Termine:
www.deutscheoperberlin.de

Foto © Dario Acosta 



Für diese Veranstaltung gibt es

124 Interessenten

Erfahrungsbericht schreiben
Melde dich an oder log dich ein und schreib dann deinen Erfahrungsbericht.
Erfahrungsberichte
Alle Erfahrungsberichte anzeigen

Aktueller EXTRA:Deal

  • Berlin: "Widerstände und Freiheiten" im Estrel Hotel

    Berlin: "Widerstände und Freiheiten" im Estrel Hotel

    am 31.01.2021 um 16:00 Uhr

    Große Empfehlung: Zum 250. Geburtstag des Komponisten Ludwig van Beethoven präsentieren die Berliner Symphoniker seine Sinfonie Nr. 3 "Eroica".
    /EXTRA-Deals/berlin-widerstande-und-freiheiten-im-estrel-hotel/
    37,90 €
    Weiterlesen und kaufen
    Pressetext und -Foto mit Genehmigung des Veranstalters. © liegen bei den Urhebern.
Deine Freikarten für Veranstaltungen wie Tosca (szenisch) in Berlin erhältst Du bei TwoTickets.de. TwoTickets.de ist der deutschlandweite Stadtentdecker Club. Einfach anmelden und Veranstaltungen in Deiner Stadt besuchen. Aber nicht nur für Berlin hält TwoTickets.de Freikarten bereit, bundesweit kannst Du ausgewählte Veranstaltungen besuchen. Wofür Du Dich auch interessierst, TwoTickets.de bringt Dich runter vom Sofa, raus in die Stadt.