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Jewish Monkeys 2015

JEWISH MONKEYS - WIE BITTE?

Die Frage schießt unwillkürlich in den Kopf. „Juden dürfen sich selbst so nennen“, antworten die Jewish Monkeys kopfschüttelnd. Den Namen sollte man besser nicht im “Urban Dictionary” nachschlagen, denn dort ist ein Jew Monkey: „A gay Jewish man with a long nose who likes to bring young boys home to his place, then rob them after he kills them.” „Aber sicher, wir sind auch Spezialisten im Brunnenvergiften“, fällt ihnen spontan dazu ein. Der Ton ist also schon im Namen gesetzt. Es geht um Verwirrung, Humor und Spaß, wie man ihn von den Marx-Brothers kennt. Ob dieser Humor nun ein speziell jüdischer sei, lassen wir einmal dahin gestellt, denn ist es letztendlich nicht gleichgültig, aus welcher religiösen oder ethnischen Perspektive agiert wird?

Halten wir uns an die Fakten: Die Jewish Monkeys kommen, wie andere Undergroundbands (Asaf Avidan, The Apples und Boom Pam), aus der am Mittelmeer gelegenen, lebensfrohen und exzentrischen Metropole Tel Aviv. In ihrem Zentrum steht ein aus Ronni Boiko, Jossi Reich & Gael Zaidner gebildetes Gesangstrio. Der als Veterinär arbeitende Ronni Boiko und der Schriftsteller und Unternehmer Jossi Reich, die eben noch in den 70ern im Knabenchor der Frankfurter Synagoge Freundschaft geschlossen hatten, trafen jetzt drei Jahrzehnte später beim Jammen im neuen Heimathafen Tel Aviv auf den Psychologen Gael Zaidner. Von dessen Talent für Gesang und Komik inspiriert, gründeten sie die Band. Ran Bagno, ein international renommierter Arrangeur und Komponist für Ballett-, Theater- und Filmmusik, professionalisierte das anarchische Ideen-Chaos der drei ADHS-gestörten Spätstarter.

Als erste Backingband bot sich Boom Pam an, eine Kultband, die wie kaum eine andere für den Schmelztiegel Tel Aviv steht. Ihr einzigartiger ekstatischer Stilmix aus der Musik des Mittelmeeres, des Balkans und Griechenlands, versüßt mit jüdischen Melodien und angereichert mit fettem Surf-Rock und schräger Zirkusmusik, war offen genug, das richtige Bett für die drei schrägen Vokalisten zu bilden. Im Laufe der Produktion tummelten sich immer weitere Musiker in den wechselnden Studios. Am Ende der neunjährigen Aufnahmephase haben wir nun neun Lieder und einen Remix vor uns und eine mittlerweile fest zusammengeschweißte Band, die mit Bravour zwei umjubelte Touren durch Deutschland und Österreich absolvierte. Beharrlichkeit und Schrägheit zahlen sich also aus. Die Charaktere der Begleitmusiker sind übrigens nicht weniger schillernd: Neben dem schon genannten Ran Bagno am Akkordeon agieren ein Bauunternehmer, Yoli Baum, am Bass, Henry Vered, ein ziegenbärtiger Drummer und Hardrocker in Erbfolge, der Gitarrist und DJ Haim Vitali Cohen, der als Spross einer religiösen Familie in der israelischen Wüstenmetropole Beer-Sheva aufgewachsen ist und der Posaunist Arnon de Botton, der nicht so recht weiß, weshalb seinen Vorfahren dieser adelige Name verpasst wurde.

Hätte Hitler nicht den Krieg fast gewonnen, würde jüdische Popmusik so klingen: naturstoned, schnell und wahnsinnig melancholisch.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 06.07.2014

Sinn für Unsinn: Die Anarcho-Klezmer-Band Jewish Monkeys!
DLF Corso, 10.09.2014


Spritzig, respektlos, jüdischer Humor vom Feinsten. Ein wilder, kultiger Stilmix aus Klezmer, Balkan und Rock.
3Sat-Kulturzeit, 03.09.2014


Musik und weitere Informationen unter:
www.jewishmonkeys.com
www.facebook.com/pages/JEWISH-MONKEYS/75647383544
www.dynamitekonzerte.com