Ernst Molden
"Es Lem"
(5)
Occamstraße 8
80802 München
Münchener Freiheit
Stadtplan
"Es Lem" sagt der Wiener ja, wenn er seine Existenz meint, sein Dasein, "das Leben" an und für sich. Wenn ein Künstler einem Album einen dermaßen puristischen, alles und jeden umarmenden Titel gibt, hat er einen gewissen Reifegrad erreicht. Einen Status, der nicht mehr nach Zuspitzung, Überzeichnung und Provokation verlangt, sondern ganz im Gegenteil Gelassenheit ausstrahlt. Und, ja, eventuell eine gewisse Abgeklärtheit, die Weisheit und Altersmilde vorwegnimmt. Aber dafür ist Molden, mit Verlaub, noch zu jung. Und der Rock'n'Roll, der - wie immer - das Unterfutter für Moldens Musikkosmos ist, zu vorlaut. Zu mitteilsam. Definitiv zu lebensfroh.
Tatsächlich gehört die zehnte Katalognummer im Werk Ernst Moldens nicht nur dem Namen nach zu seinen existentiellsten Arbeiten. Der Dichter und Liedermacher ist mit Frau und drei Kindern nach Wien-Erdberg gezogen, in eine gleichermaßen "gestandene" wie im Umbruch befindliche Stadtgegend. Dabei entstanden Songs, die vom höchstpersönlichen Eindruck der neuen, rauhen und gleichzeitig anmutigen Gegend aus ins Grosse und Ganze aufbrechen.
"Papa, warum nennst Du das neue Album nicht "Das Leben?" hat Sohn Karl vorgeschlagen. Trefflicher Einfall. Lieder wie "Schlochdhausgossn", "Neiche Wohnung", "Flagduam", "74A", "Joe Zawinul Park" oder "Bundesbod" sind einerseits beiläufige Einträge in einem auf das Unmittelbare, Wesentliche, Lokale beschränkten Welt-Journal, andererseits auch markante Stationen einer Erkundungstour des eigenen Ichs. Der Weg ist das Ziel, und die Zielstrebigkeit und -genauigkeit des Künstlers der intellektuelle Proviant des Wegbegleiters. Auch wenn es Niederungen und nachdenkliche Momente gibt: zu bremsen ist der Anführer dieser Tour de Force unter keinen Umständen. "I dadaad überall schbüün, wanns mi frogn / und frogn's mi ned dann spü i hoit bei dia". Mit sentimentalen Song-Kleinoden wie "Hameau" ("Am Anfang steht alles no offen, am Schluss bist dann selber gern zua") schließt sich der Kreis.
Weitere Informationen & Tickets unter:
www.vereinsheim.net
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Terinki schreibt am Do. 12.01.12 21:54 zur Veranstaltung
Ecco Meineke: Auch wenn ich doch nicht auf der Gästeliste stand,hatts geklappt und war ein sehr unterhaltsamer Abend. Abwechslungsreich, schwungvoll, in netter, lässiger location. Würde auf jeden Fall wieder hingehen! Bewertung: (0) (2) -
Annette0404 schreibt am So. 30.10.11 11:13 zur Veranstaltung
Tauben, Delfine der Lüfte : wir hatten von FIL wenig bis gar keine Vorstellung und daher auch keine große Erwartung, aber es war ein richtig amüsanter Abend! chaotisch und unkonventionell aber eben sehr kurzweilig und lustig. Kurze Liedpassagen, aber vor allem einfach spontanes (bzw. spontan wirkendes) Gebrabbel über dies und das aus dem Alltag. Nach der amüsanten Feststellung, dass Bücher überhaupt keinem Schema folgen würden ("nur die Zahlen (Seitenzahlen) haben System, ansonsten total wild aneinandergereihte Wörter ohne System") folgte eine Geschichte streng systematisch nach dem Alphabet: Als Bruder Christian Den Erzbischof Fragte... und das Ganze hatte trotzdem noch Inhalt&Witz - eine sehr beachtliche Leistung! Bewertung: (0) (2) -
soulsister schreibt am Di. 11.10.11 12:52 zur Veranstaltung
Blickpunkt Spot: Wie immer ein bunt gemischter Abend im Vereinsheim mit kurzweiliger Unterhaltung. Von Prosa über Gesang, Schlager und bayrisches Musikkabarett war alles dabei.
Leider muss die Veranstaltung wegen der Anwohner um 22 Uhr enden. Komischerweise darf das direkt daneben liegende Lustspielhaus wesentlich länger Programm machen.
Dadurch und durch die langatmigen Ausführungen des Moderators Sven Kemmler blieb für die einzelnen Künstler leider viel zu wenig Zeit. Bewertung: (0) (2) -
BandK schreibt am Mo. 03.10.11 13:06 zur Veranstaltung
"Meilenweit für kein Kamel": Bernhard Höcker hat eine kurzweilige Lesung im gut gefüllten Vereinsheim gehalten, die Lust auf die Entdeckung ferner Länder und Reisen im Allgemeinen gemacht hat. Zahlreiche Anekdoten, Bilder und Videos lockerten das ganze auf, so dass es eine Mischung aus Lesung, Comedy und Diaabend war.
Auf alle Fälle sehenswert !! Bewertung: (0) (3) -
Horsch schreibt am Sa. 01.10.11 13:58 zur Veranstaltung
Chansons eines Sterntalerkindes : Es war ein sehr unterhaltsamer Abend. Die 3 Künstlerinnen haben sehr gut gesungen, super war der Novak. Die Band war auch toll.
Auch wenn wir in den sechzigern noch nicht ausgegangen sind, hat es uns sehr gut gefallen. . Bewertung: (0) (4)
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