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Giuseppe Verdi: La forza del destino (3)
Die Macht des Schicksals
Drei Menschen – zwei Männer und eine zeitweise als Mann verkleidete Frau – bilden ein untrennbares Beziehungsgeflecht der erotischen Getriebenheiten, zerstörerischen Obsessionen und seelischen Abhängigkeiten: LEONORA, die mit ihrem Geliebten ALVARO aus dem Elternhaus fliehen will und sich mit ihm gemein- sam schuldig macht, als dieser dabei versehentlich ihren Vater erschießt; ihr Bruder CARLO, der den beiden Flüchtenden von da an mit tödlichem Hass nachstellt; und ALVARO selbst, der, nach- dem er LEONORA aus den Augen verloren hat, eine emphatische Freundschaft mit eben jenem rachehungrigen CARLO schließt, ohne dass sich die beiden Männer zunächst über die Identität des jeweils anderen im Klaren sind. Ob sie voreinander fliehen oder den anderen verfolgen, ihn eben noch begehren oder ihn gleich darauf schon wieder töten wollen: Keiner von ihnen ist – auch nicht auf den Verlauf des ganzen Lebens gerechnet – in der Lage, aus diesem fatalen Muster auszubrechen, und sei es durch die Flucht ins Kloster oder ein Leben in strikter Einsiedelei. – Den Hintergrund dieser drei miteinander verquickten Einzelschicksale bildet die »Masse« Mensch: wie sie sich dem Rausch des »Fortschritts« hingibt, zum Krieg aufhetzt und wie sie das allgemeine Elend, an dessen Entstehen sie eben noch mitgewirkt hat, erst spürt, wenn sie es als Einzelner selbst erleidet.
Giuseppe Verdi und sein Textdichter Francesco Maria Piave haben mit der zunächst 1862 in St. Petersburg, dann in neuer Fassung 1869 an der Scala di Milano erstaufgeführten »LA FORZA DEL DESTINO« ein collagehaftes Tableau des menschlichen Verirrens und Getrieben-Seins geschaffen. Dabei stehen die sich in ihrer Dynamik zuspitzenden Massenaufläufe und die detailfreudig auskomponierten Genrebilder neben den großen, feierlich anmutenden Klosterszenen, in denen eine Sehnsucht nach innerem Frieden beschworen wird.
Der Regisseur und Dramatiker Olivier Py zählt derzeit zu den meist beachteten europäischen Theaterschaffenden. Von 2007 bis 2012 stand er als Intendant dem Pariser Théâtre de l’Odéon vor, ab 2014 wird er das Festival von Avignon leiten. Nach seinem großen Erfolg mit Meyerbeers »Les Huguenots« an der Opéra La Monnaie in Brüssel stellt er sich nun erstmals als Opernregisseur in Deutschland vor.
Oper in vier Akten
Libretto von Francesco Maria Piave
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
mit Kurzeinführung
Tickets:
10,00 € bis 66,00 €
Weitere Informationen & Tickets unter:
www.operkoeln.com
36 Mitglieder
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peter3 schreibt am Mo. 20.05.13 10:55 zur Veranstaltung
»Il Trittico« | Drei Einakter : "Il Trittico" - Ein toller, rundum gelungener Opernabend in der "Oper am Dom"!
Abwechslungsreich und kurzweilig inszeniert, ein intelligentes Bühnenbild, überzeugene Sänger - mehr davon!
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AltDummHaesslich schreibt am Di. 14.05.13 00:06 zur Veranstaltung
Richard Wagner: Parsifal : "Wir sind Parsifal, denn durch unsere Vernetzung mit den (a)sozialen Netzwerken nehmen wir (An)Teil am Leben anderer Menschen". - So sieht es der Regisseur Carlus Padrissa. Was dieser Unsinn (ohne die Buchstaben in den Klammern) sagen soll, ist mir ein Rätsel. Da bleibe ich doch lieber bei dem, was ich gesehen und gehört habe - und das war sehr interessant, sehr zukunftsweisend und sehr lang (aber da kann ich nur Richard Wagner in die Verantwortung nehmen). - 100 Statisten zu jeder Vorstellung bedeutet schon so etwas wie "Wir sind Oper". Und wenn die Videoeinspielungen oder Projektionen das Bühnenbild verschwimmen lassen oder es ergänzen und in den Hintergrund schieben, dann ist dies sicher eine sehr zukunftsweisende Form der Inszenierung. Multimediale Oper. "Die Sinnlichkeit des Individuums verwandelt sich in eine gemeinschaftliche Erfahrung" - Und diesmal hat er Recht, der Herr Regisseur. Es ist eine gemeinsame Erfahrung, die auch darin Ausdruck findet, daß der Chor in den Saal platziert wird. "Wir sind Chor". - Der Handlungsstrang wird sehr präzise dargestellt. Hauptrollen in den Vordergrund, Nebenrollen in den Hintergrund. Und die Rollen sind großartig gesungen. (Glücklicherweise hatten wir keine Plätze auf dem Balkon, denn da geht akustisch kaum was). - Alles in allem so gar nicht Wagner. Wenig Schwermut und herunterziehende Tiefe; vielmehr bunte - sehr nachdenkliche - Bilder und Kostüme und eine mystische durchdringende Bühnenakrobatik. - Fünf Sterne für diese Inszenierung mit diesen Stimmen; der Parsifal selbst bekäme eindeutig weniger. Hilfreich? (0) (0) -
0221joschi schreibt am So. 10.02.13 16:18 zur Veranstaltung
Karneval einmal klassisch : Es war ein sehr gelungener Abend und ich kann diese Veranstaltung im Grunde genommen wirklich weiter empfehlen.Den Ausführungen von Klimperkasten kann ich mich im Großen und Ganzen nur anschließen. Einen Punkt Abzug hat es bei mir gegeben, weil ich bei einigen Vorträgen den Bezug zum Karnneval bzw. zu Köln oder dem Rheinland vermißt habe.Aber ich bin froh, diese Veranstaltung gesehen und gehört zu haben. Hilfreich? (0) (0) -
Klimperkasten schreibt am So. 10.02.13 08:33 zur Veranstaltung
Karneval einmal klassisch : Wie ein Märchen -und Geschichtenerzähler in der Stube, sitzt der Vorleser in einem hohen Ohrensessel umringt von 6 Musikern. Mit klarer, warmer, tiefer Stimme liest er Annekdoten, kleine Geschichten, Witze, kurze Briefe, oder singt ein Liedchen - alles irgendwie an das Thema der Veranstaltung angelehnt. Umrahmt wird das literarische Programm von ausgewählten kassischen Musikstücken. Wenn das Haus auch nicht ausverkauft war und leider viele den Saal vor Veranstaltungsende verlassen haben, so fanden wir den Abend sehr gelungen und werden uns nächstes Jahr sicher um Karten bemühen, um den Künstlern bei der 12ten Auflage der Veranstaltung gespannt zuzuhören. Es gibt nur 4 von 5 Punkten, weil ein oder zwei der Geschichten schon etwas langatmig waren. (Dennoch lustig!!) Hilfreich? (0) (0) -
LadyClaudia schreibt am Sa. 29.12.12 10:21 zur Veranstaltung
My Fair Lady : Die neue Oper ist eine sehr schöne Location für die Aufführung. Das Bühnenbild wurde öfters gewechselt und man merkte das die Schauspieler Spaß hatten und gerne spielten. Die Geschichte hat mir gut gefallen, sowie die Kostüme aus einer vorherigen Epoche. Großes Lob an das Orchester. Nur die Sänger habe ich leider nicht immer verstehen können, da hätte die Akustik etwas besser sein können. Die Vorstellung ging inkl. Pause 3 Stunden. Hilfreich? (0) (0)
