29 Sep
Kleinkunst / Comedy in Hamburg

Sebastian Nitsch: Unsterblichkeitsbatzen (1)

Komik zwischen Feingeist und grober Leberwurst

2x2 Freikarten Sa. 29.09.12 20:00 Uhr

Der Hellwachträumer fällt mit uns durch die Mauern der Wahrnehmung und findet dahinter einen großen Schatz: Unser Wundern übers ganze Weltgerümpel. Mit einem Rucksack blühender Details, lockergelacht und unsterblich gemacht, wissen wir plötzlich: Das Glück ist hier – wir müssen es nur aus der Schuhsohle kratzen.

Der 33- jährige Berliner ist ein leistungsstarkes Objektiv, das blitzschnell von Weitwinkel auf Makro schalten kann. Eben schwebte er noch in feinen Tröpfchen und ihren kleinen Passagieren nach dem Niesen, dann ist er plötzlich bei der Zukunft der Menschheit oder der Frage: Warum wird der Inhalt einer Mülltüte gesellschaftlich akzeptabel, sobald man ihn in eine Frauenhandtasche schüttet?

Er ist seiner Zeit voraus. Deshalb kann er unverfroren über das Alter sprechen, zum Beispiel über diese sehr kleinen Rücksäcke bei älteren Frauen, die eigentlich keine Gurte brauchen, weil man sie einfach zwischen den Schulterblättern einklemmen kann. Er versucht auch zu verstehen, warum die Jüngeren so spucken und schlägt Berufsbilder für starken Speichelfluss vor.

Sebastian Nitsch berichtet von großartigen Erfindungen wie dem Barry-White-Vocoder für schreiende Vorgesetzte und entwickelt blitzschnell riesengroßes Verständnis für Frauen, die für ihre Handtasche in der U-Bahn Platz wie für ein Körperteil beanspruchen, aber leider kein Gefühl darin haben. Er entlarvt Vogelgezwitscher als Revierpöbelei und erkennt als Mentalist auf der Zunge einer Versuchsperson alle Geschmäcker der Vergangenheit.

Sebastian Nitsch erkennt Tragik auch im Kleinen: Ein kranker Mensch niest, ein Gesunder wünscht „Gesundheit“ – und öffnet dazu seinen Mund, durch den viele Tröpfchen mit kleinen Viren schweben, die „Riders on the Storm“ singen, auf der Zunge landen, aussteigen und sagen „Was für ein Trottel.“

Tickets:
12,00 € (Abendkasse)
10,00 € (Vorverkauf)

Weitere Informationen & Tickets unter:
www.ekulturell.de

Pressetext und -Foto mit Genehmigung des Veranstalters. © liegen bei den Urhebern.
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Erfahrungsberichte
  • Lillymarie schreibt am So. 28.04.13 18:40 zur Veranstaltung
    Altweiberfrühling :
    Ein nettes kleines Lustspiel von sehr aktiven älteren
    Laiendarstellern auf die Bühne gebracht. Viel Liebe zum Detail, auch in der Ausstattung der Bühne, herrliche Requisiten. Wir hatten viel Spaß und haben den späten Nachmittag sehr genossen. Ein besonderes Lob an die älteste Darstellerin, die "Lotti" gespielt hat. Bravo.
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  • kultur1972 schreibt am So. 16.12.12 10:48 zur Veranstaltung
    Der eingebildete Kranke oder: Molière in Beh... :
    Unbedingt ansehen!
    Ein wunderbares Stück, das einmal mehr zeigt, dass Puppentheater nicht nur was für Kinder ist.
    Die (schau)spielerische Leistung der Darstellerin, die alle Puppen/Rollen allein gespielt hat, war hervorragend. Dazu kommt eine schnelle, pointenreiche Inszenierung. Das Bühnenbild ist auf den ersten Blick schlicht, entpuppt sich aber als wandlungsfähig, da es nicht nur ein lebensgroßer Thron ist, sondern zugleich auch Puppenspielbühne.
    Besonders hervorzuheben aber sind die Figuren. Egal, ob Klappmaul-, Handspielpuppe oder Marionette, alle sind aufwändig und individuell gestaltet und man macht an diesem Abend Bekanntschaft mit so manch skurriler Person.
    Hilfreich? (0) (1)
  • Rasusa schreibt am Fr. 07.12.12 22:55 zur Veranstaltung
    Warten auf das große Glück :
    Hmmm, irgendwo zwischen Theaterstück und Musikexperiment. Wie angekündigt wurden bekannte Songtexte mit ganz neuen Melodien verknüpft - manches Mal ganz gut gelungen, aber hin und wieder auch recht schräg, auf jeden Fall interessant und auch mal verwirrend. Die schauspielerische Leistung hat uns besser gefallen als die gesangliche, die Stimmen waren doch etwas dünn und auch nicht immer ganz treffsicher. Nicht zu beanstanden war dagegen die Leistung der Pianistin. Insgesamt okay, muss man aber nicht unbedingt gesehen haben, nur knapp 3 Sterne. Hilfreich? (0) (0)
  • gupa1956 schreibt am So. 30.09.12 19:27 zur Veranstaltung
    Sebastian Nitsch: Unsterblichkeitsbatzen ... :
    Schade, dass "Dana" das Eidelstedter Bürgerhaus nicht gefunden hat ... ihr ist ein herrlich amüsanter Abend entgangen. Doch in der Tat ist es nicht einfach zu finden. Trotz Ausdruck von Google Maps habe ich unterwegs eine Passantin nach de Weg fragen müssen und es gerade noch rechtzeitig 5 Minuten vor Beginn geschafft. Doch das Programm von Sebastian Nitsch hat mich für den Stress völlig entschädigt. Er ist ein Meister auch der leisen und nachdenklichen Töne, ist nicht auf die großen Brüller aus, sondern gibt durchaus ernsthafte Denkanstöße.
    Eine wirklich schöne und nachhaltige Vorstellung.
    Hilfreich? (0) (0)
  • Dana schreibt am Mi. 09.11.11 09:49 zur Veranstaltung
    Konertz.Konzert :
    bin verzweifelt,
    war es schon zu dunkel?
    ich hab´s nicht gefunden,
    4mal umsteigen mit den öffis war ja schon eine erausvorderung, aber dann auch noch der nebel, und meine brille vergessen und novemberdunkelheit.
    ich habs nicht zur rechten zeit gefunden. dann konnte ich nicht mehr, war verfrohren und..., so trank ich noch einen kaffee und bin nach hause gefahren.
    sorry für die verpatzten karten
    danke
    Hilfreich? (4) (0)