Clockwork Orange
Ein Spiel von Anthony Burgess, in der Übersetzung von Harald Müller
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06108 Halle/Saale
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Wir befinden uns in der Zukunft. Oder besser gesagt in einer Zeit, die all die Scheußlichkeiten der Gegenwart zu voller Blüte gebracht hat - grenzenlose Gewalt und nackter, menschenverachtender Zynismus beherrschen die apokalyptische Szenerie, in der verrohte Menschen aufeinander eindreschen; ohne Sinn, aber mit Musik.
Willkommen in »Clockwork Orange«, willkommen in der Welt von morgen, die bevölkert wird von Alex, Georgie, Pete und Dim, die sich in diesem Alptraum eingerichtet haben und bewegen, als gäbe es nur den schnellen Schlag gegen Langeweile und Frust, die brutale Attacke als einziges Gefühl wider die Ohmacht des Lebens.
Diese Gang, angeführt vom vierzehnjährigen Alex, taumelt durch die Stadt in einem Zustand aus provozierender Lässigkeit und nervöser Anspannung, der sich regelmäßig in Orgien sinnloser Gewalt entlädt. Es existieren keine Einschränkungen mehr, weder die inneren, moralischen noch die äußeren einer gesellschaftlichen Autorität, die es nicht gibt. Wozu also Zurückhaltung? Wieso nicht das Äußerste? Weshalb nicht Horror ohne Grund und Anlass? Bevor die Nacht endet, hat Alex vergewaltigt, einen Mord begangen, viel Milch getrunken und nicht verstanden, warum ihn seine Freunde erst zusammenschlagen und dann verraten. Und die Uniformierten warten schon auf einen wie ihn, dessen Zerstörungswillen man so genussvoll mit Zerstörungswut beantworten kann. Die Lebensorgie der Gewalt findet überall statt, ob im Gefängnis oder in der Klinik, ob durch die Regierung oder in der Familie - niemand bleibt verschont und jeder Platz eignet sich wie ein anderer. Die Frage, warum das so sein muss, stellt niemand, denn es gibt ohnehin keine Antwort. Die ist auch nicht nötig, denn mittels Technik und Chemie kann das Böse im Menschen vernichtet werden. Alex wird einem Experiment unterzogen, das seine kriminelle Energie in schmerzhaften Brechreiz verwandelt und ihn damit zum Kotzbrocken macht, gefügig und wehrlos, womit alles bleibt wie es immer war. Nur dass die Spirale der Gewalt sich schneller und schneller dreht, Opfer in Täter verwandelt und der Unterschied zwischen Gut und Böse vollkommen bedeutungslos wird. Der Reigen aus Gewalt und Schmerz setzt sich endlos fort und Alex' Welt dreht sich im Kreis. Sie wird wohl niemals untergehen.
Dieser Stoff, aus dem Anthony Burgess seinen berühmten Roman gebaut hat und der seit Generationen die Fantasie beflügelt, ist so aktuell wie eh und je. Denn die Frage nach der Gewalt, ihren Formen und Ursachen bleibt nicht nur auf der Bühne ohne eine endgültige und vor allem befriedigende Antwort.
Weitere Informationen & Tickets unter:
Tel. 0345 / 51 10 777
www.buehnen-halle.de
theaterkasse@buehnen-halle.de
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kulturtotal schreibt am Do. 15.03.12 12:28 zur Veranstaltung
Kleiner Mann - was nun? : "Kleiner Mann-was nun?" das verband ich bisher mit Arno Wyzniewski, Jutta Hoffmann, Inge Keller und Wolf Kaiser - aus meiner Sicht eine schwere Bürde für die jungen Schauspieler des Thalia-Theaters !
Sie haben es aber ganz gut gemeistert ! Das Stück war von Katja Schroth teilweise recht langatmig umgesetzt (z.B. Filmszene) und es wurde eindeutig die Gelegenheit des Bezuges zur Gegenwart verpaßt !!! (Hartmann in Leipzig versucht es dagegen leider oft an untauglichen Stücken, wie bei Schillers " Die Räuber" !!!) Das Stück ist aktuell wie eh und je !!! Hingehen lohnt sich allemal! Bewertung: (0) (1) -
hk1311 schreibt am Do. 08.03.12 07:16 zur Veranstaltung
Harper Reagan: Zu Beginn muss man das Stück schon auf sich wirken lassen, es ist -gelinde gesagt- etwas schwierig. Aber im Stückverlauf nimmt es einen doch sehr gefangen. Ich möchte es gerne weiter empfehlen. Bewertung: (0) (0) -
Kristina schreibt am Mo. 28.02.11 15:20 zur Veranstaltung
Der Fischer und seine Frau: Zur Veranstaltung vom 27.02.2011
Es hat alles mit den Tickets super funktioniert, auch das Theaterstück war sehr schön .
Bewertung: (4) (2) -
hk1311 schreibt am 08.03.2012 zum Veranstaltungsort
Thalia Theater Halle : Nettes Hallenser Theater. Man sollte wissen, dass es ursprünglich nicht für Erwachsene gedacht ist: die Sitze sind einfach "verdammt" eng. Aber das Personal ist ausgesprochen freundlich, Getränkepreise sind moderat. Parksituation ist vertretbar, aber es stehen Parkuhren. Bewertung: (0) (0)
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