08 Sep
Lesungen in Berlin

12. Internationales Literaturfestival Berlin (2)

"Ein Spaziergang war es nicht...

3x2 Freikarten Sa. 08.09.12 18:00 Uhr

...Kindheiten zwischen Ost & West" gelesen von ANNA und SUSANNE SCHÄDLICH (D):
Eine geteilte Kindheit in einem geteilten Land – eine Erfahrung, die viele Kinder von DDR-Künstlern, Schriftstellern und Dissidenten machten, wenn diese in den siebziger und achtziger Jahren die Republik aus eigenem Antrieb oder zwangsweise verließen. Viel wurde bisher über ihre Eltern geschrieben, aber erst Anna und Susanne Schädlich ermöglichen mit dem von ihnen herausgegebenen Buch Einblicke in die Kindheiten zwischen Ost und West.

Moderation:
Nina Diezemann

Tickets:
6,00 € I ermäßigt 5,00 € I Schüler 4,00 €

Weitere Informationen & Tickets unter:
www.literaturfestival.com

Pressetext und -Foto mit Genehmigung des Veranstalters. © liegen bei den Urhebern.
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Erfahrungsberichte
  • amarant schreibt am Di. 18.09.12 11:49 zur Veranstaltung
    ZERUYA SHALEVS (IL) Roman "FÜR DEN REST DES ... :
    Auch bei dieser Lesung saß die Autorin wie 'eingespannt' zwischen der deutschen Vorleserin und der Moderatorin frontal zum Publikum. Kann man den Schriftstellern nicht mehr Raum geben (auch zeitlich beim Gespräch)? Shelly Kupferberg als Befragende hat mir (wieder) sehr gut gefallen. Und ich werde mir jetzt endlich die beiden Erstlingswerke von Zeruya Shalev vornehmen, die schon so lange ungelesen im Regal stehen. Hilfreich? (0) (0)
  • amarant schreibt am Mo. 17.09.12 14:28 zur Veranstaltung
    PÉTER NÁDAS (H) »Lichtgeschichte« :
    Diese Veranstaltung fand ich doch recht enttäuschend, da ich 'natürlich' davon ausgegangen bin, dass auch Fotos gezeigt werden, wenn der vorgetragene Essay den Prozess der Entstehung selbiger zum Thema hat, vor allen Dingen aber, weil der Autor Péter Nádas eben auch fotografiert.
    Ein Hinweis auf die von ihm in der Galerie Kicken ausgestellten Bilder wäre zumindest interessant gewesen.
    Ansonsten fragte ich mich in diesem Zusammenhang, ob solche Lesungen nicht anders gestaltet werden können: eine mir nicht bekannte Dame (Schauspielerin?) las den Text meiner Ansicht nach zwar nicht schlecht, trotzdem aber nicht besonders adäquat, Péter Nádas und der Moderator hingen während dessen förmlich an Ihren Lippen - wo sollten sie auch sonst die ganze Zeit hinschauen?
    Vielleicht wäre es eine Überlegung zur Auflockerung die Nichtlesenden in bequemen Fauteuils an kleinen Tischchen zu platzieren...
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  • alfiegodez09 schreibt am Sa. 15.09.12 20:25 zur Veranstaltung
    VLADIMIR SOROKIN (RUS) erschafft eine Märche... :
    Die Vorlesung war etwas langwidrig, weil der Autor erst in seiner Muttersprache Russisch vorlass und im Anschluss erst, sehr schön übersetzt vorgelesen wurde. Vladimir Sorokin machte einen gelangweilten Eindruck als ob er zu dieser Veranstaltung gezwungen wurde. Auch die Fragen beantwortete er zögernt und lustlos. Hilfreich? (0) (0)
  • Ronja schreibt am Do. 13.09.12 15:22 zur Veranstaltung
    Streichholzaugenblicke des Glücks :
    Eine wunderbare Veranstaltung, die nur den einen Nachteil hatte: Sie war m.E. zu kurz.
    Sehr sympathischer, begabter Autor, kompetente Moderatorin/Übersetzerin und ein Vorleser mit einer sehr angenehmen stimme. Das Stück selbst ging mir "unter die Haut".
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  • Magnolia schreibt am Mi. 12.09.12 01:51 zur Veranstaltung
    Schamloser und nackter :
    Den Veranstaltungstitel "Schamloser und nackter" finde ich für diesen philosophischen Vortrag etwas zu reißerisch, bin aber sehr froh, diese Lesung 'zufällig' ausgewählt zu haben. Denn vor Ort realisierte ich, dass es sich bei dem Koreaner BYUNG-CHUL HAN um den Autor der Müdigkeitsgesellschaft' handelt - ein Buch, das schon lange auf meinem Wunschzettel steht! Enthusiastisch trug der Philosoph, der bald eine Professur an der HdK Berlin antritt, seine Thesen über das Verschwinden der Erotik vor. Es geht um Burnout, Selbstausbeutung, Entfremdung, Überschüttung mit Intimität, aus Transparenz resultierende Unsichtbarkeit, Distanzlosigkeit, Liebesunfähigkeit - 'Erfolgsdepression'... Sehr spannend sind auch seine Analysen der Metaphern im Lars von Trier-Film 'Melancholia', z.B. das Gemälde 'Ophelia' von Millais und das die Kraft der Liebe beschwörende Präludium von 'Tristan und Isolde'. Wir sind heute nicht mehr eros- sondern datengeTRIEBen... und vom Grundsatz 'Ich denke, also bin ich' leitet er 'Ich bin, also shoppe ich' und als heute gültig 'Ich shoppe, also bin ich' ab... Allein der Eros besiegt die Depression! Sein Buch "Agonie des Eros" steht vor der Veröffentlichung. Hilfreich? (0) (0)
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