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Karl-Marx-Straße 131-1
...
12043
Berlin
Karl-Marx-Straße
Stadtplan
O-Ton: Die Geräuschkulisse einer Berliner Hinterhof-Welt.
Sprecherin: Seitenflügel, 4. Stock. Hier wohnt Stubenhocker.
O-Ton: Mülltonnen klappern, ein Besteckkasten wird gefüllt, im Parterre übt jemand Klavier: Schubert, Wandererphantasie, 2. Satz.
Sprecherin: Stubenhocker kennt jedes Geräusch, er analysiert das ferne Rauschen der Stadt. Und lässt seinen Blick auf die andere Seite schweifen, zu einer Frau, die das Fenster öffnet und hinüberschaut. Zu ihm?
Wir befinden uns in einem Hörfunkstudio. Produziert wird das Hörspiel „Stubenhocker“ von Hermann Bohlen. Im angrenzenden Studio geht ein Reisemagazin auf Sendung, und in Studio P4 werden Klavierlieder von George Crumb eingespielt.
Die zunächst parallel verlaufenden Geschichten beginnen sich zu vermischen. In den Studios ist es kühl. Draußen ist Sommer. Man beschließt, dem Alltag zu entfliehen – nur wohin? Was ist das Fremde in einer Welt, in der man mit google street view immer schon alles sehen kann, bevor man überhaupt hinfährt? Bleibt man nicht besser zu Hause und legt sich ins Bett, wenn man Fernweh hat?
Die Sprecher und Musiker im Studio treffen einen radikalen Entschluss. Sie begeben sich auf eine fantastische Expedition, um den ultimativen Kick zu erleben.
Tickets:
ab 13,00 €
Weitere Informationen & Tickets unter:
www.neukoellner-oper.de
16 Mitglieder
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Kokolores schreibt am So. 31.03.13 22:29 zur Veranstaltung
Berlin Programm präsentiert: Stimmen im Kopf... : In der ausverkauften Neuköllner Oper haben wir ein sehr tiefgründiges, hervorragend gespieltes musicalartiges Theaterstück gesehen. Trotz des ernsten Hintergrundes des Stückes ist der Spaß auch nicht zu kurz gekommen. Wir können das Stück wärmstens weiterempfehlen. Hilfreich? (0) (1) -
Rock-Steady schreibt am So. 24.03.13 23:42 zur Veranstaltung
Berlin Programm präsentiert: Stimmen im Kopf... : Mein erster Besuch in der Neuköllner Oper hat mich restlos überzeugt. Die Ankündigung ließ uns etwas spektisch auf etwas düsteres blicken. Aber die wundervollen Darsteller (Sänger, Tänzer und Schauspieler war jeder) haben ein ganz witziges und tiefgründiges Stück auf die Bühne gebracht.Heiter und gelassen mit neuen Anregungen haben wir das Wochenende beendet.
Vielen Dank für die tickets in dem ausverkauften Haus.
Absolute Empfehlung für dieses außergewöhnliche Stück. Hilfreich? (0) (0) -
Kokolores schreibt am Mo. 17.09.12 23:12 zur Veranstaltung
Fernweh. : Mein "erstes Mal" in der Neuköllner Oper war wirklich beeindruckend. Eine Oper als Hörspiel auf der Bühne inszeniert, mit tollen Sängern und einer sehr phantasievollen Inszenierung. Mir hat es sehr gut gefallen. Hilfreich? (0) (0) -
Loewe-47 schreibt am Fr. 07.09.12 09:54 zur Veranstaltung
Fernweh. : Eine Sprechoper, ein Hörspiel zum Kucken ist dieser szenische Essay Fernweh. Aus dem Leben eines Stubenhockers über Nah- und Googlesucht, über Reiseleidenschaft und die Tatsache, dass die Welt touristisch immer kleiner wird und die echten, wichtigen Zielen dabei immer illusorisch ferner rücken. Über Computer-Freaks und Couchkartoffeln, private Globalisierung und virtuelle Vereinsamung. Kurz: über einen Nebelfleck diffuser Sachverhalte und Bauchschmerzen, die uns alle irgendwie bekannt vorkommen. Seltsam, dass es sich trotzdem um den (in meinen Augen) besten Abend der Neuköllner Oper seit Jahren handelt (die Peter Lund-Stücke abgerechnet, die immer sehr gut waren).
Wie ist das nur möglich bei einem so undeutlichen Themen- und Syndrom-Komplex?! In einem Sendestudio wird ein Hörspiel mit dem Titel Stubenhocker vorproduziert. Nebenan spielt jemand Schuberts Wanderer-Phantasie. Und schließlich geht auch ein Reisemagazin auf Sendung. Auf fünf bis sechs Spielebenen und —Etagen wuselt das gedankenreich vor sich hin. Pina Bausch hätte einen Tanzabend daraus gemacht. Und Marthaler einen Marthaler-Abend. Doch dies Patchwork aus Geschwätz, Liedern und Verkehrsdurchsagen wirkt eben deswegen glaubhaft, weil nicht getanzt oder gemarthalert wird.
Die Herren Bohlen, Rebstock und Bauer, die dies verzapfen, kennen wir schon von früheren Projekten der Neuköllner Oper wie Geschichten aus dem Plänterwald (über den Treptower Kirmes-Pleitier Norbert Witte) und Referentinnen: tagesaktuell aufgeschnappte Projekte, damals noch unter dem Namen leitundlause. Allerdings kamen sie niemals so szenisch offen und mutig daher wie dieses verschroben ungeordnete Puzzle, welches übrigens als Space-Musical endet.
Zwischen Auszügen aus George Crumbs Apparition, Schubert und Leonard Rosenmans Science fiction-Filmmusik zu Fantastic Voyage (1966 von Richard Fleischer) unterhält man sich gut, auch wenn man vielleicht nur Ballaballa versteht. Nicht zuletzt deswegen, weil der Abend von Yuka Yanagihara (bekannt schon von David Marton) und Panagiotis Iliopoulos musikalisch ebenso wie schauspielerisch sehr gut betreut ist. Der Abend funktioniert, eben weil man den Darstellern Luft und Lust an der eigenen Freiheit lässt.
Nach Jahren undeutlichen Schlingerns scheint sich die Neuköllner Oper zurzeit in sicherem Fahrwasser zu befinden. Auch der Aufstand der Glückskekse (im kleinen Saal) war ständig ausverkauft. Sogar zu einer Saisonvorschau bequemt man sich neuerdings. Fernweh kann szenisch mühelos mithalten mit dem, was man am Ballhaus Naunynstraße bejubelt. Eine sehr gute Entwicklung.
Kai Luehrs-Kaiser, kulturradio
Hilfreich? (0) (4) -
handballklaus schreibt am Do. 06.09.12 23:31 zur Veranstaltung
Fernweh. : Am Anfang fand ich die Vielfalt auf der Bühne, sowohl an Schauspielern und Klägen, recht gewöhnungsbedürftig. Mit der Zeit aber, kam ich aus dem Staunen nicht heraus. Eine sehr gute Inszenierung. Schade, dass nicht noch mehr Gesangseinlagen zu Gehör gebracht wurden, denn stimmlich waren die Schauspieler ausgezeichnet, was bei dem Chorgesang zum tragen kam. Hilfreich? (0) (0)
