Interessiert mich
24 Feb
Vorträge / Diskussionen in Berlin

Bahman Nirumand

(2)

Weit entfernt von dem Ort, an dem ich sein müßte

2x2 Freikarten Fr. 24.02.12 20:00 Uhr

Immer noch / denke ich an den Raben, der in den Tälern von Jusch / mit seiner schwarzen Schere / aus dem papiernen, matten Himmel / über das rostfarbene Gelb des Kornfelds schräg einen Bogen schnitt / und gewandt an den nahe stehenden Berg / mit trockenem Krächzen aus seiner Kehle etwas flüsterte, / das die Berge gelangweilt in der prallen Sonne / noch lange danach mit Staunen / in ihren steinernen Köpfen wiederholten.

                                                               Ahmad Schamlu 


Bahman Nirumand, 1936 in Teheran geboren, kam mit 15 Jahren nach Deutschland. Er studierte in München, Tübingen und Berlin Germanistik, Philosophie und Iranistik und promovierte 1960 über Brecht. In seine Heimat zurückgekehrt, mußte er 1965 vor dem Schah-Regime fliehen, Anfang der 80er Jahre floh er ein zweites Mal vor der Diktatur der Mullahs. Bahman Nirumand hatte 1968 zur ersten Reihe der Studentenbewegung gehört: Rudi Dutschke, Daniel Cohn-Bendit, Peter Schneider und Ulrike Meinhof zählten zu seinen engen Freunden. Auch beim Aufbau der demokratischen Opposition gegen den Schah und danach gegen Chomeini hatte er eine wichtige Rolle gespielt.
Bahman Nirumand
liest aus seiner Biographie »Weit entfernt von dem Ort, an dem ich sein müßte« (Rowohlt Verlag).

Zusammen mit dem Iranischen Kulturverein Dehkhoda e.V.

Tickets:
5,00 € I erm. 3,00 €

Weitere Informationen & Tickets unter:
www.literaturhaus-berlin.de

Pressetext und -Foto mit Genehmigung des Veranstalters. © liegen bei den Urhebern.
weiterlesen
Empfehlung schreiben
Melde dich an oder log dich ein und schreib dann deine Empfehlung.
Empfehlungen
  • Ronja schreibt am Fr. 11.05.12 22:38 zur Veranstaltung
    Was ist denn hier passiert? :
    Unter dem Titel "Was ist denn hier passiert" unterhielten sich drei Historiker über fünf Neuerscheinungen. Ich war erstaunt wie es möglich ist in dieser begrenzten Zeit so viel Informationen, sehr differenzierte Einschätzungen und Bewertungen zu geben und das in einer lockeren und gleichzeitig konzentrierten Athmosphäre. Die Bücher wurden dadurch für mich "lebendig", die Ausführungen machten Lust zum Lesen. Auch das Gespräch mit der Gastautorin Carolin Emcke über ihr neues Buch fand ich sehr interessant, insgesamt ein spannender Abend. Bewertung: (0) (0)
  • crispchip schreibt am Fr. 04.05.12 12:26 zur Veranstaltung
    Irena Brezná:
    Von der Lesung waren wir leider enttäuscht. Das einführende Interview mit der Autorin war holprig, was weniger an ihr, sondern an demjenigen Herrn lag, der die teils wenig sinnvollen Fragen gestellt hat. Die Lesung selber erschien mir zusammenhanglos und schwer zu verfolgen. Eigentümlich fand ich, dass die Autorin selber in ihrem Buch herumsprang, also nicht Ausschnitte von hinten nach vorne, sondern mal aus einem hinteren und dann wieder aus einem vorderen Teil des Buches gelesen hat. Vielleicht bin ich Banause, aber ich musste mich schon fragen, warum sie das Buch in eine Reihenfolge gebracht hat, die sie so offensichtlich in der Lesung selber bricht. Die anschließende Diskussion verlief ebenso holprig wie der Anfang, was ehrlichweise auch nicht mehr anders zu erwarten war. Insgesamt ein mühseliger Abend. Bewertung: (0) (0)
  • Loewe-47 schreibt am Sa. 28.04.12 10:48 zur Veranstaltung
    Deutsch-israelische Literaturtage 2012:
    Zwei in ihrem Wesen, Herkunft und Entwicklung völlig unterschiedliche Charaktere beide in Israel lebende und scharf beobachtende Autoren: Arye Sharuz Shalicar beschreibt autobiografisch quasi wie ein Schlußstrich sein früheres Leben in Spandau und Wedding, als aus dem Iran stammenden jüdischen Jugendlichen inmitten von Türkisch-Arabischen kriminalisierenden Gangs; Eshkol Nevo, in Jerusalem geboren und in einer sehr bürgerlichen Gesellschaft bei Tel Aviv lebend betrachtet seine Heimat durch die Augen seiner Protagonisten, die er in die Welt hinausschickt um den Blick auf dieselbe zu schärfen.
    Eine durchaus gelungene Veranstaltung auch dank der sehr einfühlsamen Simultanübersetzung und Vorabübersetzung einiger Passagen des neuen Romans "Neuland" von Eshkol Nevo - da können wir auf die deutsche Ausgabe 2013 gerne gespannt sein.
    Die Veranstalter, Heinrich Böll Stiftung, die diese Literaturtage organisiert vermied Publikumsfragen und Diskussion - Schade!
    Heute gehts im Gorki-Theater und morgen in der Böll Stiftung - mit Diskussion - weiter.
    Bewertung: (0) (0)
  • IMLinus schreibt am Mi. 18.04.12 12:15 zur Veranstaltung
    Der Autor und sein Leser:
    Eine etwas Psycholastige Lesung, die trotzdem interessant war. Kommentiert vom Forensikspezialisten Hans-Ludwig Kröber verlass Sibylle Lewitscharoff ihre Selbstmordgeschichten, die mit einem Prof. Dr. Blumberg in Zusammenhang standen. Thematisch recht interessant aber diesesmal etwas zu lang für meinen Abend.
    Anyway, meine Begleitung war ja sympatisch ;-.)

    MfG, Linus
    Bewertung: (0) (1)
  • Ronja schreibt am Mi. 14.03.12 09:14 zur Veranstaltung
    Thomas Medicus:
    Die Lesung fand ich insgesamt sehr interessant. Das anschließende Gespräch zwischen dem Autor Thomas Medicus und der Moderatorin, Sylke Tempel griff einige Aspekte aus dem Leben von Melitte v. Stauffenberg im Detail auf, jedoch ohne Vertiefung. Dadurch entstanden "Längen" die ermüdeten. Der voll besetzte Raum und die daraus resultierende Enge trugen mit dazu bei, dass gegen Ende Unruhe bei den Zuhörern entstand und einige vorzeitig die Veranstaltung verließen.
    Das spannende und außergewöhnliche Leben von M.v. Stauffenberg wurde jedoch recht gut vermittelt und weckte Lust mehr davon zu erfahren.
    Bewertung: (0) (1)
Gesamte Liste anzeigen

Mitglieder mit ähnlichem Geschmack interessieren sich auch für

Mal etwas ganz Anderes?