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Dokumentarfilm in Berlin

REGINA – WORK IN PROGRESS
(1)

19. JÜDISCHES FILMFESTIVAL BERLIN & POTSDAM

Mi. 08.05.13 19:00 Uhr

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REGINA – WORK IN PROGRESS

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mit dem Kurzfilm PORTRAIT OF DAVID und in Anwesenheit der Regisseurinnen Diana Gróo und Tanja Grinberg

Rabbinerinnen sind heute im Judentum keine Besonderheit mehr, sondern etwas ganz Normales. Doch als die Berliner Jüdin Regina Jonas im Jahre 1935 zur ersten ordentlichen Rabbinerin überhaupt ordiniert wurde, war dies eine Sensation. Von der starken und mutigen Frau existiert nur ein einziges Foto. Das Foto wird zum Leitmotiv des Films und durch Archivaufnahmen aus dem Berlin der Jahrhundertwende, der Weimarer Republik und von Ghettos und Konzentrationslagern ergänzt.

1935, als die Verfolgung der Juden in Deutschland mit den Nürnberger Gesetzen einen ersten Höchststand erreicht, wird Regina Jonas zur Rabbinerin ernannt. Aufgrund des Protests von orthodoxer Seite kann sie zunächst nur in kleinem Rahmen predigen, hält später wegen der Auswanderung vieler Rabbis jedoch immer größere Gottesdienste ab. Ab 1939 erlebt sie eine letzte große Liebe. Wie sie es während des Krieges schaffte, den in ständiger Angst lebenden deutschen Juden mit ihren Predigten Hoffnung zu geben, zeugt von beispielloser Hingabe. Im Alter von 42 Jahren wurde Regina Jonas 1944 in Auschwitz ermordet.

PORTRAIT OF DAVID

Tanjas Vater, David Grinberg, ist verstorben. Die Tochter will ihre Trauer filmisch verarbeiten und gleichzeitig eine Familientradition fortführen: das Erinnern. Der ukrainische Jude David Grinberg, Jahrgang 1945, war in seiner Heimatstadt Kiew leidenschaftlicher Architekt. Anfang der 1990er Jahre, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, siedelte er mit seiner Familie als „Kontingentflüchtling“ nach Deutschland
über. Dort sollten es die Kinder besser haben. Ausgerechnet in Deutschland, das für den Holocaust verant-wortlich war und für den Tod seiner beiden Onkel. In seinem neuen Wohnort Stuttgart wird David nie heimisch. Er findet keine Arbeit und kann nur schwer akzeptieren, dass seine Frau nun die Familie ernährt. Schließlich
erkrankt er unheilbar an Krebs.

Tickets:
6,50 € I ermäßigt 5,00 €

Weitere Informationen & Tickets unter:
http://www.jffb.de/
030 – 269 55 100



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