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Ausstellungen in Düsseldorf

Subjekt und Objekt

Foto Rhein Ruhr

Sa. 25.04.20 11:00 Uhr

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Subjekt und Objekt

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Die Ausstellung SUBJEKT und OBJEKT. FOTO RHEIN RUHR betrachtet erstmalig die Bezüge der unterschiedlichen fotografischen Positionen, die sich im Gebiet der rheinländischen Metropolen sowie dem Ruhrgebiet und den dort ansässigen Kunsthochschulen seit den 1960er-Jahren herausgebildet haben. Das Besondere an diesem Ansatz ist dem Umstand geschuldet, dass sich im Westen Deutschlands eine so reichhaltige Fotoszene entwickeln konnte, welche über die letzten 70 Jahre immer wieder neue und innovative künstlerische Positionen mit zum Teil sehr unterschiedlichen fotografischen Ansätzen hervorgebracht hat. Dies geht, so die These, einerseits auf die Dichte der Kunsthochschulen und Werkschulen zurück, die sich an Rhein und Ruhr nach dem Zweiten Weltkrieg herausbildeten. Andererseits aber auch auf die künstlerische Sozialisation durch einen intensiven kunsthistorischen Diskurs, die parallel stattfindende künstlerische Entwicklung innerhalb der bildenden Kunst und die Auseinandersetzung mit Positionen der internationalen Kunst, die in den großen Institutionen in Düsseldorf, Essen, Köln, Krefeld und Mönchengladbach gezeigt wurden.

An der Kunstakademie Düsseldorf wurde in den 1970er-Jahren mit Bernd und Hilla Becher eine eigenständige Fotoklasse gegründet. An der heutigen Folkwang Universität der Künste in Essen, wo bereits in den 1920er-Jahren eine Fotoklasse unter der Leitung von Max Burchartz (parallel zu u.a. den Entwicklungen im Bauhaus in Dessau) existierte, wird seit 1959 wieder Fotografie, zunächst unter Otto Steinert, in einem eigenständigen Studiengang gelehrt. Somit befinden sich zwei der international einflussreichsten Ausbildungsstätten für Fotografie in Deutschland in unmittelbarer Nähe zueinander. Richtet man seinen Blick ins direkte Umfeld dieser beiden Städte, so findet man in den 1960er- und 1970er-Jahren weitere einflussreiche Ausbildungsstätten mit früheren Werkkunstschulen in Krefeld, Bielefeld, Dortmund oder Köln. Neben der „Folkwangschule“ in Essen und der Kunstakademie in Düsseldorf bildet die in den 1990er-Jahren gegründete Kunsthochschule für Medien heute einen weiteren wichtigen Fotografie-Standort in Köln, an der in der Nachfolge von Jürgen Klauke und Tobias Zielony seit 2011 Beate Gütschow künstlerische Fotografie lehrt.

In den Werken der Lehrenden finden sich hier bereits unterschiedliche Sichtweisen auf das Medium der Fotografie, insbesondere im künstlerischen Kontext.
In Essen Otto Steinert, mit seinem Ansatz einer „subjektiven Fotografie“. In Düsseldorf Bernd und Hilla Becher, welche einen konzeptuellen Ansatz verfolgten, aus dem sich eine fotografische Praxis, auch zu sehen in der Tradition der neusachlichen Fotografie der 1920er-Jahre, entwickelte. In Köln unterrichtete Arno Jansen bis 1993 (künstlerische) Fotografie, sein fotografisches Schaffen prägen klassische Bildgattungen wie das Porträt oder Stillleben. Daneben lehrte Alfred Will freie Grafik, der sich stark an den Ideen des Deutschen Werkbunds orientierte. In Krefeld Detlef Orlopp, dessen Werk die Abstraktion und den Erkenntnisprozess des Blicks in hyperpräzisen Fotografien durchdeklinierte. Inwiefern die Lehrenden im Rheinland und Ruhrgebiet ihr eigenes künstlerisches Werk und die jeweils subjektive und objektive fotografische Herangehensweise proklamierten und damit bis heute mehrere Generationen junger Fotograf*innen prägten, soll in der Ausstellung diskutiert und aufgezeigt werden.

So ist die legendäre Becher-Klasse mit heute international gefeierten „Schüler*innen“ wie Andreas Gursky, Candida Höfer, Thomas Ruff und Thomas Struth als Düsseldorfer Fotoschule eine der erfolgreichsten Strömungen der Fotografiegeschichte. Die Essener Absolvent*innen mit Timm Rautert und Joachim Brohm sind für ihre dokumentarisch-künstlerischen Ansätze weltweit bekannt und hochgeschätzt. In Köln entwickelten Jürgen Klauke, Astrid Klein und Rudolf Bonvie eigenständige künstlerische Ansätze, die sich bereits Ende der 1960er-Jahre mit Identitäts- und Geschlechterfragen auseinandersetzten. Zeitgleich schuf in Düsseldorf Katharina Sieverding ihre feministisch geprägte Kunst.

Zentrale Positionen aller drei Generationen sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede der künstlerischen Ansätze sollen aufgezeigt, vor allem aber auch bisher weniger betrachtete Positionen in diesem Kontext präsentiert und diskutiert und die Entwicklung einer künstlerischen Fotografie im Gebiet Rhein/Ruhr nachgezeichnet werden.

Die Kunsthalle Düsseldorf zeigte bereits 1969 eine Ausstellung von Bernd und Hilla Becher unter dem Titel „Anonyme Skulpturen“ oder 1998 eine große Solo-Ausstellung mit Arbeiten von Andreas Gursky. Daran anknüpfend mit deutlichem Fokus auf die künstlerische Fotografie erforscht SUBJEKT und OBJEKT. FOTO RHEIN RUHR die unterschiedlichen Experimentierfelder des Mediums zwischen Subjekt und Objekt.

Die Ausstellung SUBJEKT und OBJEKT. FOTO RHEIN RUHR unternimmt zum ersten Mal eine Untersuchung in methodologischer wie auch chronologischer Art vor und wird kuratiert von Ralph Goertz mit Gregor Jansen und Dana Bergmann.

Zur Ausstellung soll ein umfassender Katalog erscheinen.

Austellungsdauer:
21.3. – 14.6.2020

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag & Feiertage von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Tickets:
6,00 € I Ermäßigung 3,00 €

Weitere Informationen und Termine:
www.kunsthalle-duesseldorf.de

 



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